EU-Batterieverordnung

EU-Batterieverordnung stellt bald neue Anforderungen an die Industrie

Hier ist ein auszug aus dem eu-gesetzesvorschlag:

Offene Informationen über Batterien und Rückverfolgbarkeit

  • Die Hersteller werden verpflichtet, Informationen in Kontrollsystemen für Autobatterien mit einer Kapazität von 2 kWh oder mehr zur Verfügung zu stellen. Dies soll den Umgang mit diesen Batterien erleichtern und ihre Eignung für die Wiederverwendung oder das Recycling bestimmen.
  • Auf Fahrzeug- und Industriebatterien sollten der Materialgehalt, die Menge der einzelnen Materialien und ihre Herkunft angegeben werden.

  • Ab 2027 schreibt die EU vor, dass Batterien mit dem Namen des Herstellers, dem Batterietyp, dem Herstellungsdatum, dem Vorhandensein von gefährlichen Stoffen und anderen Informationen, die das Recycling oder die Wiederverwendung erleichtern, gekennzeichnet werden müssen.

  • Rekonditionierten oder wiederverwendeten Batterien müssen Unterlagen über ihren Status, eine Bescheinigung über den Eigentumswechsel und technische Unterlagen beigefügt werden.

  • Die Hersteller müssen den Altbatterien Informationen beifügen, die die Abfallmenge minimieren und zur Wiederverwendung oder zum Recycling der enthaltenen Materialien beitragen. Sie müssen auch Informationen darüber bereitstellen, wie Elektroautobatterien sicher zerlegt, transportiert und recycelt werden sollten. Darüber hinaus werden sie verpflichtet sein, die Umwelt- und Gesundheits-Auswirkungen der Batterieinhalte offenzulegen.

  • Die EU strebt die Einführung eines elektronischen Batteriepasses für Industrie- und Autobatterien mit einer Kapazität von 2 kWh oder mehr an, der alle verfügbaren Informationen zu jeder Batterie enthält. Wenn sich der Status der Batterie ändert (z. B. aufgrund einer Reparatur oder Wiederverwendung), müssen diese Informationen aktualisiert werden.

Verstärktes Recycling und Wiederverwendung

  • Derzeit ist vorgeschrieben, dass mindestens 50 % des Gewichts einer Batterie recycelt werden müssen. Ab 2025 wird diese Anforderung für Lithium-Ionen-Batterien auf 65 % und ab 2030 auf 70 % steigen. Außerdem werden spezifische Recyclinganforderungen für den Lithium-, Kobalt-, Kupfer-, Nickel- und Bleianteil von Batterien eingeführt. So wird beispielsweise die vorgeschriebene Recyclingquote für Lithium zwischen 2026 und 2030 von 35 auf 70 % steigen. Für Kobalt, Kupfer, Nickel und Blei strebt die EU ab 2026 eine Recyclingquote von 90 % an.

  • Die Verwerter müssen jährlich über die Menge der von ihnen behandelten und verwerteten Batterien sowie über die Recyclingquoten der verschiedenen gewonnenen Materialien Bericht erstatten. Außerdem müssen sie die Effizienz ihrer Recyclingverfahren messen.

  • Die Hersteller müssen die Anzahl der von ihnen gesammelten Gerätebatterien bis 2026 um 45 % und bis 2030 um 70 % erhöhen.

  • Die Ausfuhr von Altbatterien in Länder außerhalb der EU ist nur dann zulässig, wenn das Batteriemanagementverfahren des Empfängers den Anforderungen der EU entspricht.

Verstärkter Einsatz von recycelten Rohstoffen

  • Die vorgeschlagene EU-Rechtsvorschrift verpflichtet die Hersteller bereits ab 2027, transparente Informationen über die Menge an recyceltem Kobalt, Lithium, Nickel und Blei in neuen Autobatterien zu liefern. Die erforderliche Menge an recyceltem Kobalt und Lithium wird sich von 2030 bis 2035 mehr als verdoppeln.